• Peter von Haus Kapeller

Ab geht's zur Tödling-Alm zwischen Hochfilzen und Leogang

Das einfachste wäre hier einfach Bilder zu präsentieren, denn die erzählen ja anscheinend die besten Geschichten. Aber es wäre auch langweilig und daher erzähle ich euch wie es war die Runde zu fahren.


Unser Ziel war es eine Runde zu fahren die auch mit dem Fahrradanhänger zu bewältigen ist. Unser kleiner Junior-Chef vom Haus Kapeller sollte natürlich mit und haben uns dann für die Runde zur Tödling-Alm entschieden. Vom Haus Kapeller aus ging es für uns wieder los, den Anhänger haben wir Opa Jakob mit dem eBike überlassen. Da wir wussten dass es ordentlich bergauf geht war dies eine perfekte Entscheidung. Los ging es aber erst einmal mit einer gemütlichen Fahrt in Richtung der Bergbahn Pillersee und weiter nach Flecken. Wer schon einmal dort war kann sich bestimmt an die tolle Aussicht erinnern.

Dem Radweg folgen wir gemütlich in Richtung Hochfilzen, dem Ort wo jährlich die Biathlon Weltcuprennen stattfinden und natürlich Sport überall in der Luft liegt. Bevor wir aber in Hochfilzen ankommen genießen wir noch den Ausblick am Wiesensee mit seinem klaren Wasser. Wer es gerne kühl mag kann an der angeschlossenen Kneippanlage die Hosen hochkrempeln und ein paar Runden drehen. Es erfrischt und gibt müden Beinen neue Energie. Für uns aber nach knapp 5 Kilometern noch zu früh und deshalb belassen wir es beim Ausblick.

Wiesensee zwischen St. Ulrich und Hochfilzen

Die ersten kürzeren Anstiege folgen bevor wir Hochfilzen erreichen. Hochfilzen liegt auf 1.000 Metern Seehöhe, gestartet sind wir in St. Jakob bei 855 Metern. In Hochfilzen angekommen sind wir auf die Straße abgebogen und folgten dieser für etwa 2 Kilometer zum Ortsende - Richtung Leogang/Saalfelden. Denn kurz nach Hochfilzen verlassen wir die Straße auch schon wieder und es geht auf die erste eigentliche Steigung zu. Rechts abgebogen und wir sehen schon unsere Wegweiser die uns den Forstweg zur Tödling-Alm zeigen. Diese liegt auf 1.400 Metern Seehöhe und somit ein ordentliches Stück bergauf. Die Steigung ist kontinuierlich aber sehr moderat, sodass es auch für weniger geübte mit ein wenig Anstregung gut zu meistern ist. Wir haben die 400 Meter in knapp 45 Minuten Fahrzeit bewältigt, gemütlich und stetig bis auf eine kleine Pause. Denn an einer gemütlichen Bank haben wir angehalten und Henry ein paar Minuten die Füße vertreten lassen. Was kann aber besseres passieren als dass Moos- bzw. Heidelbeeren direkt dort zu finden sind. Natürlich haben wir gepflückt und probiert und wie es sich für echte Moosbeeren gehört, die Zunge war danach blau :)

Einzelne Schneisen im Wald geben immer wieder tolle Blicke auf die umliegenden Berge und Tallandschaften frei. Egal ob man Richtung Hochfilzen und das Grießener Moor blickt oder weiter oben die Leoganger Steinberge bestaunt. Bei solch einem herrlichen Sommertag und zirka 25 Grad Außentemperatur sollte man sich die Zeit nehmen und die Umgebung wirklich entdecken.


Nach der kurzen Verschnauf- und Jausenpause geht es für uns aber weiter. Etwa die Hälfte des Anstieges hoch zur Tödling-Alm haben wir geschafft. Jetzt wird der Weg auch etwas weniger steil und nach einigen Kehren lichtet sich der Wald, das Almengebiet zeigt sich erstmals. Wenn man dann direkt rechts blickt erblickt man auch schon das (Zwischen)Ziel der heutigen Rundfahrt. Noch vorbei an der Huberalm und nach einigen Metern geht es flach die letzten Meter zur Tödling-Alm. Dort nehmen wir uns auch die Zeit und genießen bei einem Käsebrot und einer selbstgemachten Käsekrainer die wohlverdiente Pause. Der Hüttenwirt hat unseren Durst und Hunger gleich erkannt, lange haben wir tatsächlich nicht warten müssen. Geschmeckt hat es aber ordentlich - auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

Direkt hinter der Alm befindet sich am Hügel eine Kapelle, der Ausblick und die Szenerie sind unbeschreiblich. Ich glaube Kitsch ist genau das richtige Wort in so einem Moment. Aber auch für uns heißt es nach dieser tollen Pause gut gestärkt die Heimreise anzutreten. Die nächsten Kilometer gehen erst einmal über den Forstweg bergab in Richtung Pfaffenschwendt/Fieberbrunn. Nicht zu schnell um auch den Ausblick auf die Almenwelt mit dem Panorama des Spielberghorns aufzufangen.

Beim Oberegg-Bauern kommt dann nach etwa 20 Minuten Abfahrt das erste Mal wieder Asphalt und wir lassen es ordentlich rollen. Da wir auch die letzten Kilometer Abseits der befahrenen Straßen fahren wollen entscheiden wir uns zuerst in Richtung Gasthaus Eiserne Hand abzubiegen um kurz davor den Weg in Richtung Pfaffenschwendt zu fahren. Dort folgen wir dem Radweg der Rund um die Buchensteinwand führt. Von Pfaffenschwendt aus hat man einen tollen Ausblick auf die Buchensteinwand und das Jakobskreuz, bei diesem klaren Wetter wirk es natürlich sehr gut zu erkennen.

Von Pfaffenschwendt geht es weiter nach Fieberbrunn, der letzte steilere Anstieg steht uns bevor. Natürlich wird es zum Schluss nicht langweilig, von jetzt an haben wir wieder eine tolle Kulisse hinaus über Fieberbrunn bis St. Johann und den Wilden Kaiser. Nach St. Jakob müssen wir aber jetzt erst noch hochstrampeln, die letzten Höhenmeter haben es noch einmal in sich. Die tollen Ausblicke belohnen aber und schon nach kurzer Wegstrecke haben wir schon einen direkten Blick in Richtung St. Jakob. Ein paar letzte Meter bergab und dann gibt es endlich Kaffee und ein gutes Eis. Bei den sommerlichen Temperaturen natürlich das Beste was einem passieren kann.


Insgesamt haben wir nach 2:45 Minuten reiner Fahrzeit 36 Kilometer und 960 Höhenmeter mit Bravour gemeistert. Wen es interessiert kann ich gerne die gesamte Auswertung schicken, die Tour können wir nur empfehlen. Ein paar weitere Bilder wollen wir euch natürlich präsentieren und nicht vorenthalten. Schaut doch einmal (wieder) vorbei bei Maria und Jakob im Haus Kapeller.


Viele Grüße und hoffentlich bis bald.

Peter





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